Die Dissertation untersucht die Figur des „neuen Menschen“ als eine zentrale anthropologische Leitidee der europäischen Geistesgeschichte. Ausgehend von der biblischen Anthropologie, insbesondere von der paulinischen Unterscheidung zwischen dem „alten“ und dem „neuen Menschen“, analysiert die Arbeit die sukzessive Transformation dieses ursprünglich paulinischen Begriffes von seiner theologischen und sakramentalen Verankerung in der Vormoderne – etwa bei Nikolaos Kabasilas – hin zu neuzeitlichen und modernen Entwürfen bei Thomas Morus und Karl Marx. Im Zentrum steht dabei der Wandel des „neuen Menschen“ von einer primär religiösen Deutung menschlicher Erneuerung zu einem politisch und sozial normativen Transformationsmodell der Moderne. Der Band versteht sich als interdisziplinärer Beitrag an der Schnittstelle von Bibelwissenschaft, Ideengeschichte und Sozialethik.
Cezar Marksteiner-Ungureanu war bis 2021 als Wissenschaftler an unserem Fachbereich tätig. Seine Dissertation wurde von Ingeborg Gabriel bereut.
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